Spoonful - Sin City Jukebox 1-10

Format:
10-CD
50,00 EUR
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Die ersten 10 Volumen in der Sin City Jukebox Serie zum Spezialpreis. Knapp 320 feinste Songs aus den 50ern und frühen 60ern für schlappe 50 Euronen. Hier ist die Story:


Die Geschichte der Jukebox im Sin City ist auch die Story von Herbert H. Franklin, kurz Herb genannt. Das Sin City war eine Bar in Biloxi, Mississippi. O-Ton Herb: “Biloxi liegt direkt am Golf von Mexiko, 60 Meilen östlich von New Orleans auf dem Weg nach Florida. Gulfport, Biloxi, Mobile, Pensacola, Talahassee und dann Florida. Die meisten sind direkt am Wasser lang gefahren, am Beach Boulevard und haben erst nach Biloxi die Interstate 10 genommen. Da war immer schwer was los!“

Das Sin City war quadratisch und mit 200 Leuten gut gefüllt. Links eine lange Theke, rechts Stühle und Tische und am Ende eine Bühne, links die Toiletten, rechts ein extra Raum mit zwei Tischen für die Poolsharks. 1947 von einem Iren, den alle nur Boss nannten, eröffnet, stieg Herb 1950 im zarten Alter von 20 als Barmann ein und übernahm den Laden 1955.

“Zur Neueröffnung spielte Ike Turner & His Kings Of Rhythm und aus New Orleans hatte ich ein paar erstklassige Tänzerinnen abwerben können. Das Sin City machte an diesem Abend seinem Namen direkt alle Ehre. Ein Tollhaus, bis in jede Ecke gestopft gefüllt mit Gamblern, Lowlifes, amüsiersüchtigen Seeleuten (eine gefährliche Brut), Trinkern und jeder Menge dieser Typen, die aussehen wollten wie James Dean, der 5 Monate später dann ja auch weg vom Fenster war.

Es waren großartige Jahre, Whiskey und Bier flossen in Strömen, das Sin City war auch in den Wochentagen immer rammelvoll. Es hatte sich rumgesprochen zwischen New Orleans und Mobile, das man in seinem Leben mindestens eine Nacht im Sin City verbracht haben muss. Und wer einmal da war, der kam immer wieder. Ich hatte sie alle auf meiner Bühne, ganz egal ob Chitlin Cicuit oder Upscale, im Sin City haben sie alle immer gerne gespielt. Spielte keine Band, dann plärrte die Jukebox. Obwohl plärren nicht das richtige Wort ist, denn es war schnell klar, dass die üblichen Seeburgs und Wurlitzer dem Geräuschpegel im Sin City nicht gewachsen waren. Also verkabelte ich das Innenleben mit einem Extraverstärker und hängte in jede Ecke eine Box. Das hatte damals keiner und Oh boy, war das ein Sound! Fuckin' monster!“ (Herb)

Schon seit Anfang der 50er war die Jukebox Herb's Hoheitsgebiet. Immer am Anfang des Monats kam ein Vertreter, der die neuesten Hits einstellte, die Titlecards schrieb und die alten Singles mitnahm.

„Meine Favoriten habe ich dem Kerl dann immer für ein paar Cents abgekauft und direkt archiviert. Den Schrott konnte er mitnehmen. Als ich dann Mitte der Fünziger das Sin City übernahm, lief in unserer Jukebox nur schwarzer Rock`n´Roll und Rhythm & Blues. Elvis und Johnny Cash dürften die einzigen Bleigesichter gewesen sein, die bei uns in der Box waren. Was der Typ von der Jukebox Firma nicht hatte, das besorgte ich mir in New Orleans selbst. Wenn der Kerl kam - ein ziemlich windiger Bursche, der nicht nur mit Vinyl dealte - dann gab ich ihm ein paar Dollar und übernahm die aussortierten 45er komplett. Schließlich hatten sie dem Sin City Publikum gute Dienste erwiesen, so manche durchzechte Nacht befeuert und zu spontanen Aktionen angeregt, über die ich mal besser den Mantel des Schweigens lege. Die 45er packte ich dann in eine Papiertüte, klebte sie zu, schrieb das Datum drauf und stellte sie im Büro ins Regal zu den anderen. Es wurde jeden Monat ungefähr die Hälfte ausgetauscht, 1955 hatten wir das 1800er Modell von Wurlitzer mit 80 Singles, ab 1958 bis zum Ende die 2200er Maschine für 100 Scheiben (also 200 Selections) natürlich beide mit einem Sin City-Customsound. Also packte ich jeden Monat 40 bis 50 Singles zur Seite, 15 Jahre lang.“

1967 schloss das Sin City seine Türen. Und hier finden sich die ersten Schätze aus der Sin City Jukebox.

Story to be continued...

Die Spoonful CDs werden von einem Dutzend Sammlern und DJs zusammengestellt und bewegen sich zwischen gritty Soul, uptempo Rhythm & Blues, Rockabilly, Rock & Roll, Rockin Blues, Jamaikanisches bis 1971 und einigen non-Muzak-Exotica-Ausflügen. Teils bunt gemischt, teils als Special. Also grob: Tunes aus den 50s und 60s compiliert für den Dancefloor! Die Spoonful CDs kommen als selbstgebrannte und bedruckte CDs (mit Ausnahmen) mit schickem Artwork in der Jewelbox. Alles mit viel Liebe gemacht und handverpackt!

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