Earl Zinger & Don Rogall - In The Backroom

Format:
CD
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Die Geschichte begann mit zwei limitierten Vinyl 10”-es. Auf dieser Digipak-CD-Version finden sich beide 10”-es plus drei Extratracks! Auf Stag-O-Lee.

Aus den Tiefen des Berliner Sumpfs und der Gin-Gasse in Londinium: Die verwilderten Stiefsöhne von Teppichhändlern und lang vergessenen Plattenverkäufern, Don Rogall und Earl Zinger, mit ihrem lang erwarteten Debüt auf dem wahrscheinlich besten Label der westlichen Hemisphäre (nun, spätestens jetzt).

Wie Alan Lomax einst sagte: " I wish i could have done that recordings with Earl and Don". Die Musik? Rockend, bluesig,  durchsetzt mit fiesem Boogie, Jive und mit Spuren exotischer Herkunft - eine neue Züchtung von Spelunkenhymnen. 

Mit Earl Zinger´s Biographie kann man ganze Bücher füllen. Als Poet, Marktschreier, Musiker, Physiker, Show-biest und -magier mit Wahrsager-qualitäten, ist er auch die Stimme des öffentlichen Lebens,  bewundert von so vielen, denen er seine Songs und Reime bereits dargeboten hat. Fragen der Moral, Politik, Zahnweh, fromme Legenden, skandalöse Geschichten über Priester, noble Damen und Kavalieren, Klatsch über Panscherei und Neuigkeiten aus dem heiligen Land - er ist kompetent. 

Rogall hat auch was auf dem Kerbholz. Jimmy Castor persönlich hat ihn vor Jahren ermutigt, weiter Musik zu machen - auch existiert  ein Song von John Lee Hooker , "Messing With Don". Seine eigene Musik kommt direkt aus dem Untergrund, und ist nicht eher komplett, bevor man nicht die Tänzer vor Augen hat, die darauf reagieren: Solo-Exhibitionisten, wie der Zigarren-paffende Mann mit den Gummibeinen oder Frauen, die mit ihrem Hüftschwung jede Burlesque-Königin beeindrucken würden. All das in einem Raum voller Paare die sich schwankend und schiebend und unablässig bewegen,  auch der junge Typ der mit seinen fordernden Bewegungen den Widerstand seines anfangs scheuen Partners bricht, bis diese laut schreit: "Rock´n´Rogall !" 

Jeder erdenkliche Aufwand wurde betrieben, diese Veröffentlichung möglich zu machen, es brauchte Jahre, um diese Songs aus Live- und Studioaufnahmen zu destillieren. Bereits solide Hits in der Berliner Unterwelt, sind diese Veröffentlichungen auf Stag-O-Lee Dokumente einer "Oral Culture", die ansonsten wohl auf ewig verloren gegangen wäre. Nutz die Chance, jetzt,  solang man rankommt…